SDP Care PlatformPlattformstand 1.22.205
Für Pflegeeinrichtungen

Ein eigener digitaler Versorgungsbereich

Pflegedienste und Einrichtungen arbeiten in ihrem eigenen Kundenbereich. Patienten, Mitarbeiter, Dokumentation und Freigaben bleiben mandantenbezogen.

Weniger Medienbrüche

Pflege, Monitoring und Arztkontakt zusammenführen

Die Einrichtung erhält eine eigene Subdomain und verwaltet dort ihre Patienten und Zugänge. Zentrale Ärzte können übernommen und anschließend gezielt Patienten zugeordnet werden.

  • Patienten und Messwerte im eigenen Kundenserver
  • Rollen für PDL, Pflegefachkräfte und weitere Pflegekräfte
  • Hausärzte mit individueller Patientenzuweisung
  • Projektärzte/Fachärzte mit separater Patientenzuweisung
  • Berichte, Verlauf, Medikation, Insulin und Video in einem Arbeitsbereich

Ihr Zugang

Einrichtungen melden sich nicht am zentralen Arztportal an, sondern über ihre persönliche Kundenadresse:

ihre-subdomain.sdpcare.de

Die genaue Adresse wird bei der Einrichtung des Kundenservers festgelegt.

Einrichtung anfragen

Funktionen im Detail

Was den Alltag übersichtlicher macht

SDP Care unterstützt die Arbeit zwischen Pflegeeinsatz, Dokumentation und ärztlicher Abstimmung. Die Plattform ordnet Informationen patientenbezogen und macht sie für berechtigte Mitarbeitende zugänglich. Welche Module genutzt werden, wird bei der Einrichtung festgelegt.

01 / ORGANISATION

Patienten und Versorgungsbeteiligte verwalten

Die Einrichtung organisiert ihre Patienten, Mitarbeitenden, Geräte und Ansprechpartner auf ihrem Kundenserver.

Patientenbezogen arbeiten

Stammdaten und Versorgungsinformationen gehören zur jeweiligen Person. Zugeordnete Benutzerkonten und Freigaben bestimmen, wer die Informationen nutzen kann.

Ärzte und Apotheken zuordnen

Behandelnde Ärzte und die zuständige Apotheke werden für die Zusammenarbeit hinterlegt. Kontaktdaten unterstützen Berichte, Plananforderungen und Medikationsbestellungen.

Geräte im Blick behalten

Messgeräte werden passend zum Patienten und zum vorgesehenen Übertragungsweg eingerichtet. Die Nutzbarkeit hängt vom unterstützten Gerät und der eingerichteten Verbindung ab.

02 / VITALWERTE

Messungen sichten und fachlich prüfen

Die letzte Messung steht kompakt im Überblick. Verlaufsdarstellungen helfen, dokumentierte Werte über einen Zeitraum nachzuvollziehen.

Erfassung über mehrere Wege

Messwerte können über angebundene Geräte, die App oder eine manuelle Eingabe dokumentiert werden. Dazu gehören beispielsweise Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung, Temperatur, Blutzucker und Gewicht.

Arztvorgaben direkt einsehen

Patientenbezogene ärztliche Referenzwerte lassen sich am jeweiligen Messwert aufrufen. Ohne hinterlegte Vorgabe bleibt die Anzeige grau.

Prüfung nachvollziehbar abschließen

Gelbe und rote Hinweise werden bis zur Prüfung hervorgehoben. Eine berechtigte Pflegefachkraft, die PDL oder ein Arzt bestätigt oder korrigiert die Bewertung fachlich.

Die Anzeige unterstützt die Sichtung. Eine Diagnose oder eine eigenständige medizinische Bewertung erstellt SDP Care nicht.

03 / MEDIKATION

Pläne, Bestellungen und Insulingaben ordnen

Die Einrichtung arbeitet mit dem jeweils aktuellen Medikationsplan und kann Änderungen anhand der dokumentierten Planstände nachvollziehen.

Übersichtlicher Medikationsplan

Stärke und Darreichungsform werden getrennt dargestellt. Einnahmeangaben und Hinweise zum einzelnen Medikament stehen im zugeordneten Plan.

Bestellungen und Plananforderungen

Medikationsbestellungen können mit Bestellmengen sowie Arzt- und Apothekenangaben vorbereitet werden. Aktuelle Pläne lassen sich für ausgewählte Patienten gesammelt bei der zuständigen Arztpraxis anfordern.

Insulinschema und tatsächliche Gabe

Das ärztliche Schema dient als Referenz. Die tatsächlich verabreichten Einheiten werden nach fachlicher Prüfung manuell eingetragen; die Plattform legt die Dosis nicht eigenständig fest.

04 / DOKUMENTATION

Beobachtungen und Ereignisse festhalten

Ereignisse, fachliche Beobachtungen und durchgeführte Maßnahmen werden dem Patienten zugeordnet und im Verlauf dokumentiert.

Sturz- und Wundereignisse

Stürze und Wunden können erfasst und weiterbearbeitet werden. Ein dokumentierter Sturz führt nicht automatisch zu einer roten Einstufung; die Pflegefachperson beurteilt das Ereignis.

Berichte für die Zusammenarbeit

Patientenbezogene Informationen werden für Versorgungsabsprachen und Berichte aufbereitet. Druckansichten unterstützen die Weitergabe über die vorgesehenen betrieblichen Wege.

05 / KOMMUNIKATION

Das Team und die Arztpraxis einbinden

Interne Abstimmung und die Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzten erhalten jeweils einen passenden Zugang.

SDP TeamChat 2

Die Teamkommunikation ist dem Kundenserver zugeordnet. Die Android-App ergänzt den Zugriff im Browser. Push-Benachrichtigungen außerhalb der geöffneten App setzen die eingerichtete Anbindung und die Freigabe am Gerät voraus.

Optionales Videomodul

Für Videosprechstunden wird der angebundene externe Videodienst genutzt. Die erforderlichen Freischaltungen und ärztlichen Videozugänge werden im Rahmen der Einrichtung abgestimmt.

Patientenbezogene Freigaben

Die ärztliche Zusammenarbeit erfolgt für die jeweils freigegebenen Patienten. Eine Rolle allein bedeutet keinen pauschalen Zugriff auf sämtliche Einrichtungsdaten.

06 / WEITERENTWICKLUNG

SDP Pflege als ergänzender Bereich

Die umfangreiche ambulante Pflegedokumentation wird mit vorgesehener Anbindung an SDP Care weiterentwickelt.

Geplanter Dokumentationsumfang

Zum Entwicklungsumfang gehören Pflegeplanung, ausfüllbare Berichte, Leistungsnachweise für SGB V und SGB XI sowie Verordnungsmanagement.

Mitarbeiterverwaltung

Mitarbeiterdaten sollen unter anderem die lebenslange Beschäftigtennummer (LBN) berücksichtigen. Die konkrete Anbindung und der nutzbare Umfang richten sich nach dem freigegebenen Entwicklungsstand.

SDP Pflege und die Schnittstelle befinden sich im Aufbau. Der Plattformstand 1.22.205 ist keine Aussage über die Freigabe dieses zusätzlichen Bereichs.

Im Versorgungsalltag

Vom ersten Messwert bis zur Übergabe.

Ein Beispiel für den Informationsfluss im Pflegeteam. Die fachlichen Abläufe und Zuständigkeiten legt die Einrichtung fest.

  1. Überblick gewinnen

    Das berechtigte Teammitglied öffnet die Patientenübersicht und sieht die zuletzt dokumentierten Messwerte und offenen Prüfschritte.

  2. Fachlich einordnen

    Die zuständige Fachperson prüft die Angaben im Zusammenhang mit Beobachtungen und patientenbezogenen Arztvorgaben.

  3. Versorgung abstimmen

    Bei Bedarf wird die Arztpraxis über die vorgesehenen Wege einbezogen. Eine freigeschaltete Videosprechstunde kann die Abstimmung ergänzen.

  4. Ergebnis dokumentieren

    Beurteilung, Rückmeldung und durchgeführte Maßnahmen werden nachvollziehbar festgehalten und können in die weitere Zusammenarbeit einfließen.

Berechtigungen & Zuständigkeiten

Wer übernimmt welche Aufgabe?

Rolle, fachliche Qualifikation und zugewiesene Aufgaben bestimmen gemeinsam den Arbeitsbereich.

Rollen in der Pflegeeinrichtung
RolleAufgabenZuständigkeit
PDL / EinrichtungsadminBenutzer, Patienten, Geräte und organisatorische Einstellungen verwalten; fachliche Prüfung im eigenen Zuständigkeitsbereich.Verwaltungsrechte der Einrichtung und fachliche Verantwortung gemäß Qualifikation.
PflegefachkraftMesswerte und Ereignisse fachlich prüfen, Maßnahmen dokumentieren und Versorgungsinformationen nutzen.Fachlicher Arbeitsbereich; keine allgemeine Verwaltungsebene.
Weitere PflegekräfteZugeordnete Versorgungsaufgaben ausführen und dokumentieren; freigegebene Informationen nutzen.Nach Qualifikation, Delegation und individueller Berechtigung; keine allgemeine Verwaltungsebene.
Behandelnder ArztFreigegebene Informationen einsehen, ärztliche Vorgaben und die weitere Versorgung abstimmen.Ärztliche Entscheidungen; Zugriff nur im Rahmen der Patientenzuordnung und Freigabe.

Anmeldung & Einstieg

Schritt für Schritt zur eigenen Einrichtung.

Die Einrichtung beziehungsweise SDP begleitet die Vorbereitung Ihres Zugangs und erläutert die vorgesehenen Abläufe.

  1. Umfang und Zuständigkeiten festlegen

    Versorgungsform, benötigte Module, Ansprechpartner und Aufgaben im Team werden abgestimmt. Das Angebot kann mit oder ohne Videomodul erstellt werden.

  2. Kundenserver und Zugänge einrichten

    Die Einrichtung erhält ihre eigene Adresse. Anschließend werden Mitarbeitende, Rollen und die vorgesehenen Patienten- und Arztzuordnungen eingerichtet.

  3. Anmeldung und Geräte verbinden

    Für die vorgesehenen Rollen wird der zweite Anmeldefaktor eingerichtet: Authenticator-App installieren, Verbindungs-QR-Code scannen und den angezeigten Code eingeben. Messgeräte und Apps werden gesondert zugeordnet.

  4. Abläufe gemeinsam durchgehen

    Das Team übt Erfassung, Sichtung, fachliche Bestätigung, Dokumentation und Berichte. Installationsstand, Anbindungen und betriebliche Abläufe werden vor dem Einsatz aufeinander abgestimmt.

Für Pflegeeinrichtungen

Häufige Fragen

Ist SDP Care nur für ambulante Pflegedienste gedacht?

Nein. Die Plattform richtet sich auch an stationäre Einrichtungen, ambulant betreute Wohngruppen und betreutes Wohnen. Umfang, Zuständigkeiten und Arbeitsabläufe werden an die jeweilige Einrichtung angepasst.

Wird ein eigener Kundenserver genutzt?

Die Einrichtung arbeitet über ihren zugeordneten Kundenserver. Die zentrale Plattform verwaltet unter anderem Kunden, Lizenzen und zentrale Stammdaten. Das Arztportal ergänzt die patientenbezogene Zusammenarbeit.

Ersetzt SDP Care unsere gesamte Pflegedokumentation?

Der bestehende Plattformumfang unterstützt Messwerte, Medikation, Ereignisse, Kommunikation und Berichte. Die umfangreiche ambulante Pflegedokumentation SDP Pflege wird als zusätzlicher Bereich entwickelt. Welche vorhandenen Prozesse abgedeckt werden, wird konkret mit der Einrichtung abgestimmt.

Welche Geräte können angebunden werden?

Die Anbindung hängt vom unterstützten Gerätetyp, der App und dem eingerichteten Übertragungsweg ab. Die vorgesehenen Geräte werden bei der Einrichtung einzeln abgestimmt; nicht jedes Bluetooth-Gerät ist automatisch kompatibel.

Wie werden Updates und Sicherungen organisiert?

Die zentrale Updateverwaltung unterstützt die Pflege der Kundenserver. Sicherungs- und Wiederherstellungsabläufe müssen passend zum konkreten Serverbetrieb eingerichtet und betreut werden. Zuständigkeiten und Vorgehen gehören zur Einweisung.

SDP Care in Ihrer Einrichtung kennenlernen.

Besprechen wir Ihre Versorgungsform, die benötigten Module und den Einstieg für Ihr Team.